Damit Homeoffice auch wirklich gelingen kann

Die Erfahrungen mit Homeoffice werden eine der großen Erkenntnis aus der Corona-Krise sein. Damit dieser Weg künftig nicht mehr Hals über Kopf beschritten werden muss, hat die AK Vorarlberg einen kleinen, schlauen Homeoffice Guide geschrieben

Homeoffice Guide AK Download

Homeoffice ist nichts gänzlich neues aber seit Beginn der Corona-Pandemie hat Teleworking eine völlig neue Dimension erreicht - auch in Arbeitsbereichen, Unternehmen und Branchen, wo dies für viele bislang noch nicht denkbar war. 

Hier die wichtigsten Änderungen: https://youtu.be/-q69NOJ4fk0 


Homeoffice bleibt weiter freiwillig, es gibt keine Pflicht

Zwischen ArbeitnehmerInnen und ArbeitgeberInnen muss es eine schriftliche Einigung geben. Zudem gibt es aus wichtigem Grund mit einer Frist von einem Monat ein Rücktrittsrecht. 

Was ist Homeoffice? Was ist Telearbeit? 

Unter Homeoffice ist nach der neuen gesetzlichen Regelung ab 1. April 2021 die regelmäßige Erbringung der Arbeitsleistung in der Wohnung zu verstehen. Unter dem Begriff Wohnung ist dabei der Wohnsitz des/der Arbeitnehmer*in, ein Nebenwohnsitz, oder der Haupt- oder Nebenwohnsitz von nahen Angehörigen oder Lebensgefährt*innen zu verstehen.
Kein Homeoffice in diesem Sinne ist es also, wenn die Arbeitsleistung nicht regelmäßig in der Wohnung erbracht wird, oder wenn außerhalb der Wohnung, zum Beispiel in einem öffentlichen Coworking-Space, im Ferienhaus von Freunden, oder an öffentlichen Orten etc. gearbeitet wird.

Arbeitsmittel und Aufwandersatz

Nach der neuen gesetzlichen Regelung hat der Arbeitgeber im Homeoffice die dafür erforderlichen digitalen Arbeitsmittel zur Verfügung zu stellen. Davon kann aber vertraglich abgewichen werden, wenn der Arbeitgeber die angemessenen und erforderlichen Kosten für die von dem/der Arbeitnehmer*in zur Verfügung gestellten digitalen Arbeitsmittel an diese*n bezahlt. Die Kosten könne auch pauschaliert abgegolten werden. Auch das Pauschale muss aber angemessen sein. Es ist in diesem Fall nicht möglich, den Kostenersatz abzubedingen. Für die anderen Arbeitsmittel im Homeoffice gelten die allgemeinen Regeln, die bei Telearbeit für alle (also auch für die digitalen)
Arbeitsmittel gelten – siehe nächster Absatz. 

Auch bei der Telearbeit ist die Bereitstellung der Arbeitsmittel Verpflichtung des Arbeitgebers. Es kann aber abweichend davon vereinbart werden, dass Arbeitnehmer*innen selbst Arbeitsmittel zur Verfügung stellen. Wenn Arbeitnehmer*innen im Interesse des Arbeitgebers Arbeitsmittel zur Verfügung stellen, haben sie nach allgemeinen zivilrechtlichen Grundsätzen Anspruch auf einen Kostenersatz. Dieser kann aber vertraglich abbedungen werden..

Steuerliche Absetzbarkeit

Diese besteht aus zwei Elementen:

Zahlungen der ArbeitgeberInnen für Kosten im Homeoffice wie Pauschalabgeltungen für digitale Arbeitsmittel oder freiwillige Zahlungen sind künftig im Rahmen eines Homeoffice-Pauschales von 3 Euro pro Tag, maximal 300 Euro im Jahr, steuer- und Sozialversicherungsfrei.

Die Kosten für ergonomisches Büromobiliar (vorzuweisen mittels Beleg, etwa Drehstuhl) sind künftig mit bis zu 300 Euro pro Jahr absetzbar.

Diese neuen Regeln gelten in den Jahren 2021 bis 2023, für 2020 gelten die alten Vorgaben.

ABER: Damit die Kosten für 2020 angeschafftes Mobiliar nicht verfallen, können Anschaffungen aus 2020 innerhalb des 300-Euro-Rahmens für 2021 abgesetzt werden!

Arbeitsrecht, ArbeitnehmerInnenschutz, Haftung

ALLE Bestimmungen des Arbeitszeitgesetzes, Arbeitsruhegesetzes und die anwendbaren Bestimmungen des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes gelten AUCH im Homeoffice!

Unfallversicherungsschutz

Der Unfallversicherungsschutz, der Arbeitsunfälle im Homeoffice besser schützt und bis 31.3.2021 befristet war, geht in DAUERRECHT über.
Wichtig: Arbeitsunfälle im Homeoffice sind sofort an den Arbeitgeber und die AUVA zu melden!

 

Alle weiteren Informationen, Vorlagen und Musterbriefe zum Thema Homeoffice sowie den kostenlosen Homeoffice-Guide finden Sie hier auf der Website der AK Vorarlberg.

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